Retten, bleiben, werden


„Die Täter bleiben straffrei“

Meistens bekommen FrauenMeistens bekommen Frauen Fisteln, weil Geburten kompliziert werden. Im Ostkongo, weil Männer sie vergewaltigen. Die Opfer werden von ihren Familien verstoßen, Dr. Mukwege operiert sie.

Andrea Jeska · Fluter · 10 Minuten


Ein Vater gerät in eine muslimische Sekte

Metin lockt seine Söhne in eine islamische Sekte. Er steigt aus, aber Fahri und sein Bruder  bleiben. Weil sie glauben, dass bald die Welt untergeht – und Fahri der Auserwählte ist.

Sonja Hartwig · Die Zeit · 30 Minuten


Dann kommt der Regen

Ein Tourbus ist zu groß, ein Sprinter zu klein. “Die Höchste Eisenbahn” sollen die Nachfolger von Tocotronic und Kettcar werden. Wären da nur nicht diese Zweifel: Wollen sie das? Berühmt werden?

Annabelle Seubert · taz · 15 Minuten


 Multimedia

Drei multimediale Geschichten wollen wir euch in diesem Monat ans Herz legen.

Blutsschwestern
In der ersten geht es um etwas, das zur Hälfte der Menschheit gehört, in einem Land wie Kenia aber bedeutet, dass man krank werden kann oder keine Zukunft hat: die Menstruation. Frauen in Kenia haben kaum Geld für eine Binde. Sie benutzen stattdessen, Lumpen, Watte, gar Sand, um das Blut aufzufangen. Sie fehlen hunderte Tage in der Schule, aus Angst oder Scham. »Spiegel Online« begleitet Golda Ayodo, die für Frauen kämpft. Und ihre Hoffnungen an eine kleine Kapsel aus Silikon hängt. 

Schmerz – боль
Es ist ein Abend im Juli 2002, als bei Überlingen Kinderkörper vom Himmel regnen. Zwei Flugzeuge, DHL-Flug 611 und Bashkirian-Airlines-Flug 2937, sind am Himmel zusammengestoßen. 71 Menschen sterben, 52 davon Kinder. 15 Jahre später zeigt die »Schwäbische Zeitung«, wie die Katastrophe das Leben von Menschen in Russland und Deutschland verändert hat. Sie trifft Sulfat Chammatov, der damals seinen Sohn verlor und an Gott zu glauben begann. Und Bauer Bernhard Kitt, der noch heute Leichen und Kerosin zu riechen glaubt, wenn er sein Obstfeld betritt.

„Den Wahnsinn beenden“
In der vergangenen Woche haben wir euch eine Reportage über ein Schiff empfohlen, das vor Libyen Flüchtlinge rettet. Auch der »Standard« hat ein Team auf ein solches Schiff geschickt. Sie trafen Menschen, die lieber sterben wollen, als in Afrika zu bleiben. Und andere, die ihnen helfen wollen, denen aber vorgeworfen wird, Teil des Problems zu sein. Mehr Retter, mehr Flüchtlinge – ist das so einfach?