Heimat, Zuhause, Daheim


Abgrundtief

Das Dorf Alt-Morschenich muss einem Loch weichen. Fast alle sind weggezogen, nur die Klosterhalfens halten die Stellung. Und die Jabars aus dem Irak, die neulich ins Nachbarhaus gezogen sind. Was tun an diesem verlorenen Ort? Vielleicht Freunde werden?

Patrick Bauer · Die Zeit · 20 Minuten


10 Jahre in der Kühltrühe

Dirk B. ist ein Unsympath. Einer, der zur Polizei geht, wenn ein Nachbar eine Flasche im Flur stehen lässt. B. vermutet auch, dass Heinz N. verschwunden ist. Aber niemand hört ihm zu.

Felix Zimmermann · taz am Wochenende · 20 Minuten


Der gute Mensch von Isfahan

Über den Schriftsteller Navid Kermani spricht jeder gut, obwohl er ständig aneckt. Manche wollten in gar zum Bundespräsidenten haben. Woran liegt’s? Die Antwort auf die Frage hat mit einer WC-Ente zu tun – und dem FC Köln.

Tobias Haberl · SZ Magazin · 30 Minuten


 Satz der Woche 

»Er hat geliebt und gelitten. Er hat verloren und gewonnen, er ist gescheitert und zurückgekommen. Das unterscheidet ihn von vielen russischen und chinesischen Maschinenpianisten. Maschinen weinen nicht.«

Takis Würger, Der Spiegel

 


Woran man gute
Reportagen erkennt

Minuspunkt
Formulierungen wie „Verstehen kann man xy nur, wenn man einmal dabei war, wie…“ oder „Wer xy verstehen will, der muss nach xy fahren“. Wenns nur so einfach wäre. Wer etwas verstehen will, muss nachdenken – im besten Fall hilft dabei der Text, der gute Protagonisten an relevanten Orten beschreibt.

Pluspunkt
AutorInnen, die irgendwann im Text mal durchscheinen lassen, dass sie Menschen lieben, mögen oder zumindest nicht ausnahmslos für halb so klug halten, wie sich selbst. Hat einfach Charme.

In dieser Woche ausgewählt von Lara Fritzsche, stellvertretende Chefredakteurin des SZ Magazin