Henry Nonsens: Ladybeard

 

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Ladybeard: Der Name ist Programm. Wenn es darum geht, sich in Japan seltsam zu benehmen, kann der australische Crossdresser, Wrestler, Heavy-Metal-Sänger und Schauspieler den beiden Autoren unseres nominierten Textes „Zwei Arschgeigen in Japan“ noch einiges beibringen.

Was für ein Glück, dass Ladybeard überhaupt Zeit für uns gefunden hat: Er lebt in Tokio und jettet noch das ganze Jahr durch Südostasien und tritt auf Anime- und Cosplay-Conventions auf. Sein nächstes Projekt ist die Band „Ladybaby“, gemeinsam mit zwei japanischen Teenagerinnen. Deutsch hat er in Australien auf der High School und während eines Schüleraustauschs in Bayern gelernt. Außer Englisch spricht Ladybeard noch japanisch und kantonesisch. Gerade büffelt er chinesisch – denn seit kurzem ist er auch in China eine Internetsensation. „Life is anything but dull“, schreibt er uns zwischen zwei Flügen. Allerdings!

Und die Bewertungen?

Schmerzdame

Sehr interessantes Thema: Ich habe noch nie darüber nachgedacht, wie man eigentlich in diesen Beruf kommt. Der Stil ist sehr direkt und schnörkellos, sehr gut lesbar. Er lässt Lücken, die ich als Leser mit meiner Vorstellungskraft füllen konnte. Und die einfache Erzählweise ist perfekt für so ein heftiges Thema. Außerdem bin ich ja kein Muttersprachler, also hat die Sprache mir geholfen, bei der Sache zu bleiben. Good stuff!

Nenn mich Papa!

Einfach wirklich guter, amüsanter Lesestoff. Voller Energie geschrieben und noch einmal ein sehr nettes, packendes Thema. Hat mir wirklich Spaß gemacht.

Ich bin Tatunca. Und Punkt

Noch ein faszinierendes Thema. Der Text entwickelt sich auf sehr klare, lineare Art, was ich ebenfalls fesselnd fand.

Zwei Arschgeigen in Japan

Interessanter Bericht von einer Reise nach Japan aus deutscher Perspektive. Ich glaube, ich kann den Text nicht fair beurteilen, weil er offensichtlich für ein Publikum geschrieben wurde, das Japan nicht kennt. Als jemand, der in Japan lebt, denke ich mir nach der Geschichte aber eher: „Aha, na und?“ Mit Japan ist es so: Das ist wie ein anderer Planet, und als Tourist kann man sich davon eigentlich gar keinen richtigen Eindruck machen. Deswegen habe ich den Text nicht höher plaziert.

Blut, Schweiß und Stefan

Das war der über Fußball…

 

Ladybeards Rangliste:

1

Schmerzdame

Von Else Buschheuer · Süddeutsche Zeitung-Magazin

2

Nenn mich Papa!

Von Oliver Maria Schmitt · FAS / Rowohlt Berlin

3

Ich bin Tatunca. Punkt.

Von Alexander Smoltczyk · Der Spiegel

4

Zwei Arschgeigen in Japan

Von Alard von Kittlitz & Philip Eppelsheim · FAS

5

Blut, Schweiß und Stefan

Von Dirk Gieselmann · 11 FREUNDE

Übersetzung und Bearbeitung: Margarethe Gallersdörfer