Sir Henry Nonsens

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Henry Nonsens

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Wer war Henri Nannen… äh… Henry Nonsens?

 

Er war ein journalistisches Leichtgewicht, aber schon zu Lebzeiten Legende. Einer, der Räume mit wenigen Worten leerte und lieber einen Freund verlor, als auf einen Witz zu verzichten. Oscar Wilde nannte ihn „meine verlängerte Zunge mit deutschem Akzent“, andere sahen in ihm einen „Shakespeare des deutschen Journalismus“, einen Mann, der weder den König noch seine Kollegen fürchtete. In seiner eigenen Druckerei war ihm nicht selten danach, „sich durch die Druckpresse laufen zu lassen, nur um andere am Resultat zu amüsieren“, wie einer seiner treuesten Drucker einmal seufzte.

Sich selbst sah Henry Nonsens, uneheliches Kind eines trinkenden Leuchtturmwärters von Britisch-Helgoland, als „jüngstes Gericht des guten Geschmacks“. Der Schlüssel zum Absurden sei wichtiger als der Schlüssel zum Leser, war das Credo des Blattmachers, der seinem Heft eine groteske Erfolgsgeschichte bescherte.

In Nonsens‘ „Knalltüte“ kam nur, wovon der Meister schlecht geträumt hatte – und dessen Schlafstörung war chronisch. Seine Kolumnen unter dem Titel „Mir träumte“ schossen immer über den Zeitgeist hinaus. Sir Henry machte sein Magazin zum politischen Ausflugsdampfer, bereicherte die britisch-deutsche Helgoland-Politik mit schwer zu realisierenden Ideen, rief „Jugend, schweig“ und einen Anti-Kitsch-Preis ins Leben und gründete eine Jesuitenschule.

Als er fand, „dass es nicht reicht, sich irgendwann unter Blumen zu legen und nichts bewegt zu haben außer einer vergnüglichen Illustrierten“, zog er sich zurück ins Hinterland von Helgoland und schenkte seiner Heimatinsel seine Schmetterlingssammlung und ein eigenes Museum.

Zum deutschen Großneffen des legendären Henry Nonsens geht es hier lang…