Verborgen, verfolgen, versorgen

Elsa in Taka-Tuka-Land

Lange wusste kein Mensch, dass Astrid Lindgrens bärenstarkes Mädchen ein Vorbild hatte. Doch es gibt eine echte Pippi Langstrumpf. Sie heißt Elsa Pettersson, und ihre Geschichte ist märchenhafter als Fiktion. Und trauriger…

Rebekka Endler · SZ-Magazin (€) · 40 Minuten

Alternativ bei Blendle lesen

Der Drache, den das Internet heimsuchte

Er wohnt in einem mittelfränkischen Kaff und ist ein etwas seltsamer Typ. Viel mehr gibt es nicht zu sagen. Wie konnte um Rainer Winkler ein Kult entstehen, der jetzt Altschauenberg heimsucht? Ein Mobbing-Kult…

Jakob von Lindern · Die Zeit · 15 Minuten

Mein Leben als Erzieherin

Marina König arbeitet in in der gleichen Kreuzberger Kita, seit 43 Jahren. Mit wachem Blick schaut sie auf ihre Schützlinge. Sie liebt sie innig – und analysiert. Wenn sich die Gesellschaft verändert, bekommt sie es als Erste mit…

Protokoll: Maris Hubschmid · Tagesspiegel · 25 Minuten

Satz der Woche

»Studieren kam nicht infrage für Irmgard, Studieren kostete Geld. Gott verlangte keine Gebühren. Gott schenkte nur, und manchmal prüfte er. Und Irmgard bestand, wie sie fand, ganz passabel.«

Eva Sudholt, Welt

 

Woran man gute
Reportagen erkennt

Minuspunkt

Die Reportage ist länger, als sie sein muss. Leider sind viele Reportagen zu lang. Ist ja klar, warum. Mit kurzen Reportagen gewinnt man keine Preise. Und wer lange irgendwo rumläuft, will auch einen langen Text drüber schreiben. Oft höre ich mittendrin auf zu lesen. Schönes Gegenbeispiel: Moritz von Uslars Serie „Morgens halb zehn in Deutschland“ in der „Zeit“


Pluspunkt

Die Reportage hat einen guten letzten Satz. Finde ich viel schwerer als den ersten. Am Anfang gibt sich ja jeder noch Mühe. Aber dann, wenn die Kräfte schwinden und die Zeit vielleicht knapp wird? Da zeigt sich die Liebe, mit der jemand schreibt. Beispiele für letzte Sätze, die mir gefallen:

– „Sie haben Nacktbilder von mir.“ Michael Allmaier, „Die Zeit“
– „Die größte Gang in Deutschland ist immer noch die Polizei.“ Marcus Staiger, FAZ
– „Men weiß eigtnlich njkcht, was man davon ahletne soll?“ Joachim Bessing, „Welt am Sonntag“

In dieser Woche ausgesucht von Friederike Haupt, Politikredakteurin bei der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“